Hilfe bei Hämorrhoiden

Niemand spricht gern darüber. Es leiden aber viele Menschen an dieser „Krankheit“. Das Druckgefühl, die Schmerzen, das Nässen, Brennen und der Juckreiz am Darmausgang sind ein

Tabuthema. Bei der Schwangerschaft und im zunehmenden Alter treten die Beschwerden besonders häufig auf. Eigentlich sind Hämorrhoiden keine Krankheit. In der Analgegend hat jeder von uns diese Gefäße. Für die Funktion des Schließmuskels sind sie wichtig. Die typischen Symptome treten

auf, wenn die Schließmuskel geweitet werden und sich ausstülpen. Neben Jucken und Brennen kann es zu Schmerzen beim Stuhlgang kommen. Harte Stuhlgang und chronische Verstopfungen fördern das Leiden. Die Blutgefäße werden dabei durch starkes Pressen strapaziert. Dabei kann es zu einer knoten artigen Erweiterung im Enddarm und After kommen. Geringe Flüssigkeitszufuhr und ballaststoffarme Kost führen zu hartem Stuhlgang und verstärken die Beschwerden. Langes sitzen kann die Erkrankung fördern. Die Behandlung richtet sich in erster Linie nach den auftretenden Beschwerden. Aus Apotheken können Salben und Zäpfchen die Schmerzen, den Juckreiz und das Brennen lindern. Sie werden drei mal täglich, wenn möglich nach dem Stuhlgang

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und vor dem Schlafengehen, angewendet. Es werden auch Sitzbäder mit Kamillenblüten oder Eichenrinde empfohlen. Das richtige Präparat kann bei einer Beratung in der Apotheke ausgesucht werden. Hämorrhoiden müssen nicht gleich verödet werden. Durch eine rechtzeitige Therapie und entsprechenden Maßnahmen können weitere Ausstülpungen verhindert werden. Ärztlicher Rat ist gefragt, wenn starke Beschwerden oder sogar Blut im Stuhl auftritt. Bei der Hygiene sollten Sie beachten, dass die Analgegend nach jedem Stuhlgang mit lauwarmen Wasser oder mit einer milden Waschlotion gründlich gereinigt und danach trocken getopft wird. Ein weiches Toilettenpapier ist auf jeden Fall zu empfehlen. Eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr

und regelmäßige Bewegung unterstützen die Verdauung und den Stuhlgang. Um die Stuhlkonsistenz zu beeinflussen können Kleie – Präparate und Leinsamen eingenommen werden. Ein spezielles Training der Beckenbodenmuskulatur hilft, wenn das Bindegewebe genetisch bedingt geschwächt ist.

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